Warum Krafttraining so wichtig ist!

"Ausdauersportler brauchen kein Krafttraining, da sie ja im Wettkampf keinen Krafttest absolvieren müssen. Außerdem benötigt eine stark ausgebildete Muskulatur Energie, die der Körper des Ausdauersportlers lieber für die Versorgung der Ausdauer nutzen sollte." Irrtum! Lass dich von uns vom Gegenteil überzeugen.

Wie wichtig eine ausgebildete Muskulatur ist, kann man an einigen Beispielen veranschaulichen. Hier mal eins davon:
Stelle dir einen Ast vor, der ganz gerade gewachsen ist. Du wirfst ihn ins Wasser und mit nur wenig Aufwand richtet sich dieser aus und schwimmt ruhig an der Oberfläche. Nun stelle dir einen Ast vor, der in der Mitte geknickt ist. Dieser wird sich, wenn du ihn ins Wasser wirfst, zunächst ausrichten, drehen und winden müssen, bis er endlich die ihm mögliche optimale Wasserlage erlangt.  Auch nach der Ausrichtung hat der Ast auf Grund seiner nicht geraden Form eine größere Angriffsfläche für das Wasser. Er schwimmt also unruhiger.

 

Nun ersetze die Äste durch Triathleten: der gerade Ast stellt einen Triathleten dar, der genügend Kraft in der Rumpfmuskulatur hat, um mit Leichtigkeit so viel Körperspannung aufzubauen und zu halten, dass er gerade im Wasser liegt. Der in der Mitte geknickte Ast stellt einen Triathleten dar, der die Rumpfmuskulatur eben nicht entsprechend trainiert hat und daher im Wasser absinkt. Wer, meinst du, schwimmt ökonomischer und „leichter“? Richtig, es ist derjenige, der weniger Angriffsfläche für das Wasser anbietet und seinen Körper nicht ab Hüfte abwärts wie eine Bremse in das Wasser hängen lässt.

Das heißt also derjenige, der genug Kraft hat, um seine Körperspannung zu halten und nicht ab der Hüfte abknickt.

 

Und genau das ist der Punkt: Jeder Athlet, egal ob Läufer, Schwimmer oder Radler benötigt eine stark ausgebildete Muskulatur, um seinen eigentlichen Sport so effizient wie möglich treiben zu können. Das bedeutet also für den Triathleten, der die genannten Disziplinen vereint, dass es ihm nicht erspart bleibt, Krafttraining in sein Training zu integrieren. Denn davon kann er in seinen drei Ausdauerdisziplinen profitieren und sich stetig weiterentwickeln.

Gemeint ist hier nicht, dass du dich stundenlang ins Fitnessstudio quälen und dich mit Geräten und Gewichten „herumschlagen“ musst – vielmehr ist ein Krafttraining zu wählen, welches dich in die Lage versetzt, Körperspannung zu halten und sowohl Knochen als auch Gelenke vor Überlastung zu schützen. Denn alles, was die Muskulatur leisten kann, brauchen Knochen und Gelenke nicht leisten.

Und wie sehen vernünftige Krafttrainings aus? Hier ist der Kreativität und der Motivation kaum eine Grenze gesetzt. Ob Pilates, Yoga, Klettern, Bouldern oder doch Geräte – du kannst hier genau das tun, worauf du Lust hast. Allerdings solltest du darauf achten, dass du deine Muskeln nicht mit hohen Gewichten auf ein Maximalvolumen aufpumpst, sondern eher mit häufigen Wiederholungen die Kraftausdauer trainierst.



Der geknickte Ast

Die geraden Äste :-)


Übrigens. Checkt doch mal unseren Youtube Kanal  aus. Hier haben wir immer neue Krafttrainings für euch zum mitmachen und Mukelkater bekommen. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack.


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