Laufschuh 1 x 1

Rote, gelbe, bunte, schwarze – Asics, Adidas, Nike, Puma, Brooks, Saucony, On – was kaufe ich mir nur als nächstes Laufschuhpaar? Oder muss ich eventuell doch mehr beachten als nur das Aussehen und die Marke? Was gibt es denn für Unterschiede? Eine Frage, mit der du dich befassen solltest, bevor du dir ein neues Paar Laufschuhe zulegst.
Laufschuhe gibt es in den unterschiedlichsten Variationen – wer kennt die Vielzahl an Auswahl nicht, die sich in einem Sportschuhladen vor einem aufbaut und in welcher man sich schnell überfordert fühlt – nicht zuletzt wegen der unendlich vielen auffälligen Designs? Wichtig ist hier den Fokus nicht zu verlieren: Schuhe sind Sportgeräte, sie sollen einen nicht für die nächste Modeschau in den Fokus rücken. Wenn die technische „Bauart“ die passende für den eigenen Fuß ist, so ist es dann natürlich umso besser, wenn sie dabei auch noch gut aussehen
😉
Aber worauf muss geachtet werden? Wir empfehlen eine sorgfältige Analyse des Fußes, des Fußaufsatzes beim Sport und der restlichen Körperhaltung machen zu lassen, und sich auf Basis der erlangten Ergebnisse einen Überblick zu verschaffen, was für den eigenen Körper das richtige Material ist. Dabei sind die Hauptkriterien die folgenden:

Sprengung – bezeichnet den Höhenunterschied zwischen vorderem Bereich der Schuhsohle und hinterem Bereich. Bei eigenem Fußaufsatz auf dem Vorderfuß genügt eine geringe Sprengung (z.B. 4 mm), eine zu große Sprengung würde den Bewegungsablauf stören.

Dämpfung – bezeichnet die Fähigkeit des Laufschuhs, selbst Stöße durch den Aufprall auf dem Boden zu minimieren. Eine große Sprengung (z.B. 16 mm) weist auf eine starke Dämpfung im Fersenbereich hin. Ist dein Fußaufsatz von Natur aus „leichtfüßig“, d.h. erzeugt er keinen allzu starken Aufprall, so benötigst du keine allzu starke Dämpfung. Ist dein Körpergewicht relativ hoch, so ist eine stärkere Dämpfung zu empfehlen.

Mittelfußstütze – manche Laufschuhe haben eine integrierte Stütze im Mittelfußbereich. Diese ist nicht notwendig, wenn du einen Normal- oder Hohlfuß hast. Bei einem Senkfuß ist es durchaus empfehlenswert, den Fuß davor zu schützen, während des Laufs nach innen zu knicken. Stark beeinflusst wird die Notwendigkeit einer Mittelfußstütze auch durch deinen Laufstil. Kommt deine Fußfläche sehr weit außen auf dem Boden auf (Unterpronation), benötigst du nicht auch noch eine Mittelfußstütze, da dich diese noch weiter nach außen drückt. Knickt dein Fuß beim Aufsetzten jedoch sehr nach innen ein (Überpronation), so empfiehlt sich die Mittelfußstütze.

Und wie findest du heraus, welcher Schuh welche Technik beinhaltet? Ein gut sortierter Laufschuhladen hat diese Angaben entweder mit ausgeschrieben oder der Verkäufer kann dich dahingehend beraten. Runner’s World hat zudem online eine Schuhdatenbank, in der du alle notwendigen Angaben sowie Testberichte zu einer Vielzahl von Schuhen finden kannst.

Tipp für deinen nächsten Laufschuhkauf: stelle nicht von heute auf morgen die Art der Laufschuhe um. Die Umstellung muss ein langer und geduldiger Prozess sein, der deinem Knochen- und Muskulaturaufbau genug Zeit gibt, sich auf das Neue einzustellen.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0