Was haben die vier Jahreszeiten mit meinem Training zu tun?

„Im Winter werden Athleten gemacht!“ – eine Einstellung, die viele Trainer und Trainingstheoretiker teilen. Auch das Trainingskonzept von Matriggs baut auf diesem Gedanken auf. Was bedeutet dieses Motto, entspricht es der Wahrheit und wie ist es konkret zu verstehen? Wie muss also das Training über das Jahr hinweg strukturiert werden?

Während der Sommer auf Grund seiner zahlreichen Triathlon-Events Triathleten dazu einlädt, oder geradezu dazu auffordert, ihre Leistungsfähigkeit zu testen, finden in den restlichen drei Jahreszeiten so gut wie kaum Triathlon-Veranstaltungen statt. Der Sommer bietet damit die Möglichkeit innerhalb eines limitierten Zeitraums Höchstleistung abzurufen. Da das Maß an Leistung, das man an einem Wettkampf zu erbringen hat, nicht „einfach so“ von heute auf morgen trainierbar ist, benötigt man natürlich eine ausgiebige Vorbereitungsphase. Umso höher man sich seine Ziele setzt, desto konkreter sollte man sich natürlich an ein langfristig strukturiertes Training halten. Grob kann man sagen, dass die vier Jahreszeiten diese Struktur zeitlich abstecken.



Mit klarem Fokus auf die individuelle Höchstleistung im Sommer, beginnt also die Vorbereitungsphase am besten mit einer ausgiebigen Vorbereitungsphase im Herbst. Hat man gerade seine Saison beendet, so bietet sich hier zunächst eine drei- bis vierwöchige Saisonpause an: Zeit sich komplett von den körperlichen Strapazen der letzten Monate zu erholen – der Fokus liegt hier tatsächlich auf der Pause, damit sich Muskeln, Gelenke, Kopf und Seele erholen und regenerieren können, um dann „frisch“ langsam wieder das Training aufzunehmen. Möchte man mit dem Triathlon erst beginnen, so bietet sich dieser Zeitpunkt am besten für den Trainingsstart an. Denn ob Einsteiger oder bereits Erfahrener Triathlet, den langsamen Einstieg in die Vorbereitung auf den nächsten Sommer haben alle Triathleten gemeinsam. Es bietet sich hier an, sich in Ruhe mit dem Sport auseinander zu setzen und sich zu dem, was vor einem liegt, zu motivieren – konkret werden die Trainings dann zunächst von geringem Umfang zu höherem Umfang gesteigert, die Intensität bleibt zunächst vergleichsweise gering und die Anzahl der Pausetage befindet sich auf einem Hoch. Zum Winter hin, werden die Pausen wieder weniger, und die Umfänge steigen an.



Nun kommt die kalte Jahreszeit – der Winter. Was bietet sich hier mehr an, als sich durch ausgiebige Trainingseinheiten warm und fit zu halten? Der Winter ist der Zeitpunkt, zu welchem man sein Ausdauertraining vertieft, nicht zuletzt um sich an lange sportliche Belastungen zu gewöhnen, sondern auch damit sich u.a. die Sauerstoffaufnahmefähigkeit verbessert. Diese ist unumgänglich notwendig, wenn man ernsthaft Ausdauersport betreibt. Denn mit einer schlechten Sauerstoffaufnahmefähigkeit werden Gelenke und Muskeln nicht ausgiebig mit Energie versorgt. Auch die Intensität nimmt allmählich zu, damit der Körper seine Laktattoleranz nach und nach in gewissem Maße verbessern kann. Diese Toleranz wird oftmals unterschätzt, liefert Laktat in gewissem Maße und in der richtigen Dosierung dem Körper auch Energie. Auf dieser Grundlage basiert das eingangs zitierte Motto „Im Winter werden Athleten gemacht“. Und: Nicht nur die Leistung wächst durch das ausgiebige Ausdauertraining, auch das Immunsystem wird unterstützt und fiesen Erkältungen kann vorgebeugt werden.



Nach dem Winter geht es dann in die Frühjahrsphase. Erste Duathlons und (Cross-)Triathlons finden statt um den perfekten Einstieg in den Sommer vorzubereiten. Wir befinden uns also in der direkten Saisonvorbereitung. Das Wetter wird schöner, der Spaß am Sport steigt noch mehr, die Trainings werden intensiver – zunächst noch bei höheren Umfängen, wird das Training immer zielgerichteter auf die jeweiligen Distanzen der Sommer-Disziplinen abgestimmt. Die Vorbereitung auf den Einstieg in den Sommer wird optimiert.



So kann man sich wunderbar an den Jahreszeiten orientieren, wenn es um die grobe Strukturierung des Trainings geht. Steigt man erst später in das Training ein, verkürzen sich die jeweiligen Phasen natürlich.
Matriggs unterstützt dich gerne bei der Trainingsplanung und strukturiert dir dein Training – wir freuen uns auf dich!

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